Grethen – der wahre Grenzgänger
Wer Selosse kennt, erkennt sofort die Parallelen: oxidative Tiefe, reife Frucht, die komplexen Gewürznoten bis hin zum Ingwer im Nachhall. Doch Grethen geht weiter.
Mit Minimalintervention, null Dosage und null Schwefel entstehen Champagner, die kompromissloser wirken als je zuvor. Hier zeigt sich eine Direktheit des Terroirs, ungefiltert, kantig, aufregend.
Man könnte sagen: Anselme Selosse hat einst Grenzen gesprengt – sein Sohn Guillaume bewahrt sie. Grethen aber übernimmt heute die Rolle des Risikoträgers, jener, der wagt, was andere meiden.
Das Ergebnis: Champagner, die nicht jedem gefallen wollen – sondern die echten Suchenden belohnen.
