Der DAV und Magnesia – Wissen ohne Konsequenzen

 

Der DAV und Magnesia – Wissen ohne Konsequenzen

Der Deutsche Alpenverein erkennt in seinem Leitfaden Natürlich Klettern ausdrücklich an, dass Magnesia Spuren hinterlässt und die Vegetation an Felsen gefährden kann. Dort heißt es: „Magnesia sparsam einsetzen, Chalkspuren wieder entfernen. Magnesia-Verbote in Bouldergebieten einhalten.“

Quelle: DAV – Natürlich Klettern (PDF)

Wissen vorhanden – aber keine Konsequenzen

Damit liegt das Wissen auf dem Tisch: Moose, Flechten und seltene Pflanzen reagieren empfindlich, Chalk verändert den Fels und schädigt die Artenvielfalt. Doch in der Praxis bleibt es bei Appellen. Verbote gelten nur vereinzelt, Kontrollen sind selten, die Nutzung von Magnesia ist de facto Normalität.

Cartoon eines Kletterers mit Helm und Magnesia an den Händen. Daneben ein Schild „Magnesia sparsam einsetzen – DAV“. Unter dem Felsen zwei traurige Pflanzen, darunter der Schriftzug: „Warnen ist einfach – handeln wär besser!

Der Widerspruch

So entsteht ein klarer Widerspruch: Der DAV warnt – aber nur halbherzig. Er benennt das Problem, ohne es konsequent zu lösen. Das Resultat: sensible Ökosysteme bleiben gefährdet, während der Anschein von Rücksichtnahme gewahrt wird.

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