Bordeaux En Primeur: Ein System für Kritiker, nicht für Konsumenten
Bordeaux En Primeur war einst ein Werkzeug für Weinliebhaber: früh kaufen, günstig sichern, später profitieren. Heute funktioniert dieses System nicht mehr. Die Nachfrage ist schwach, die Preise bleiben hoch, und auf dem Markt sind gereifte Jahrgänge oft günstiger als Fassproben.
Trotzdem investieren Kritiker enorme Energie, probieren hunderte Fassmuster und schreiben endlose Berichte. Doch wozu? Für Konsumenten bringt das kaum Nutzen. In Wahrheit stützt diese Kritik ein Modell, das längst gebrochen ist.
Leitfaden:
Bordeaux En Primeur ist heute weniger Hilfe für den Trinker – und mehr ein Instrument, ein altes Modell zu stützen, von dem Kritiker selbst abhängig geworden sind.
Neal Martin: The Risks of Style Over Substance in Wine Criticism