Baden-Baden: Steuergeld für Klettern?
Baden-Baden: Wie viel Steuergeld für Kletterinfrastruktur?
Der Battert ist eines der bekanntesten Klettergebiete im Schwarzwald. Für Kletterer ein Paradies – für die Stadt ein touristisches Aushängeschild. Doch in Zeiten knapper Kassen und Haushaltssperre stellt sich die einfache Frage: Wie viel Steuergeld fließt eigentlich in Kletterinfrastruktur?
Die fehlende Transparenz
Im Haushaltsplan 2024/25 Baden-Badens finden sich viele Posten für Sportförderung und Infrastruktur. Doch es gibt keine klare Zahl, wie hoch die Ausgaben für Kletterrouten, Absicherungen oder Wegepflege am Battert tatsächlich sind. Ohne diese Information bleibt die Kostenfrage im Dunkeln.
Warum die Frage wichtig ist
- Prioritäten: Wenn bei Kindergärten Gebühren erhöht werden, warum sollten Freizeitangebote wie Klettern über den Haushalt querfinanziert werden?
- Gerechtigkeit: Zahlen alle Steuerzahler für ein Nischenhobby, das nur ein kleiner Teil der Bevölkerung nutzt?
- Ökologie: Wird die Instandhaltung nur aus sportlicher Sicht betrachtet – oder auch im Hinblick auf Naturschutz und Artenvielfalt?
Hypothetisches Szenario
In anderen Städten kosten Neubauten von Kletteranlagen schnell sechsstellige Summen, laufende Unterhaltungen mehrere Tausend Euro jährlich. Angesichts der Finanzlage Baden-Badens ist es legitim zu fragen: Tragen Kletterer und Vereine ausreichend selbst bei – oder bleiben die Kosten beim Steuerzahler hängen?
Forderung nach Klarheit
Die Bürger haben ein Recht auf Transparenz. Eine offene Aufstellung der Ausgaben für den Battert würde zeigen, ob öffentliche Mittel sinnvoll eingesetzt werden oder ob Nutzer stärker beteiligt werden sollten. Solange diese Informationen fehlen, bleibt der Eindruck, dass Interessen von Freizeitvereinen mehr Gewicht haben als die Basisversorgung.