Der Produzent ist Yann Le Gall.
Er arbeitete zuvor bei Moët & Chandon sowie bei Krug, dort in der Funktion als Chef de Cave innerhalb des Kellerteams (nicht als leitender Chef de Cave, aber in verantwortlicher Position). Nachdem Jacquesson den Eigentümer wechselte und von einem milliardenschweren Investor übernommen wurde, wurde Yann Le Gall als neuer Chef de Cave berufen.
Parallel zu seiner Tätigkeit bei den großen Häusern bewirtschaftete er eigene Weinberge in Courmas. Gemeinsam mit Simon Rion vinifiziert er seine Weine in der Genossenschaft. Diese Abfüllung ist die erste Veröffentlichung unter eigenem Namen.
Stilistik & Eindruck
Was sofort auffällt, ist die Handschrift eines Winzers mit Maison-Erfahrung. Die Balance ist außergewöhnlich präzise. Das Gleichgewicht wirkt vollständig und selbstverständlich. Der Champagner füllt den gesamten Mundraum, besitzt Tiefe und Weite zugleich. Der Abgang ist groß und anhaltend. Die Säure ist perfekt eingebunden – sie trägt, ohne je spitz oder dominant zu wirken.
Besonders positiv: Er verzichtet bewusst auf kleinteilige Parzellen-Cuvées. Stattdessen steht ein geschlossener Dorfausdruck im Mittelpunkt, verbunden mit langer Hefelagerung. Die Dosage von 1 g/L ist ideal gewählt – sie unterstützt die Struktur, ohne wahrnehmbar süß zu wirken.
Eine der überzeugendsten ersten Veröffentlichungen eines neuen Produzenten seit langer Zeit. Wenn dies der Ausgangspunkt ist, darf man sowohl für sein eigenes Projekt als auch für die Entwicklung bei Jacquesson unter seiner Leitung große Erwartungen haben.
Limitierung
Maximal 3 Flaschen pro Kunde.
