Alain et Salima Cordeuil 2021 · Spannung, niedriger Alkohol und Grower Champagne aus der Aube
Alain et Salima Cordeuil und die Spannung des Jahrgangs 2021

Vor kurzem gab es eine Verkostung in der Aube, danach ein gemeinsames Essen mit mehreren Winzern. Alain et Salima Cordeuil waren nicht anwesend. Am Tisch von Vouette & Sorbée saß unter anderem das Sommelier-Team eines der großen Drei-Sterne-Restaurants Frankreichs. Was sie nicht wussten: Zwischen einigen Produzenten der Region gibt es Spannungen, besonders zwischen Vouette & Sorbée und Alain et Salima Cordeuil.
Während des gesamten Abends kamen die Sommeliers immer wieder auf die Weine von Cordeuil zurück. Für sie waren das klar die spannendsten Weine der Verkostung.
Was ich persönlich besonders interessant finde, ist der Umgang von Alain et Salima Cordeuil mit dem schwierigen Jahrgang 2021. Sie haben nicht versucht, den Jahrgang zu korrigieren oder weicher zu machen. Die Champagner liegen nur bei 11,5 % Alkohol, dazu kommt ein relativ niedriger Druck, und statt über Dosage oder Fülle zu arbeiten, setzen die Weine ganz auf Spannung, Mineralität und Präzision.
Das sind keine lauten Champagner. Sie wirken eher ruhig, klar und sehr direkt. Vielleicht eher intellektuell als gefällig, aber mit einer Präsenz, die man nicht vergisst.
Während heute viele Weine auf Breite und Komfort setzen, gehen diese Champagner bewusst in eine andere Richtung. Sie zeigen den Jahrgang und das Terroir ohne viel Maskierung.
Eine solche Spannung habe ich in der Champagne schon lange nicht mehr erlebt.
Wer sich für Grower-Champagner jenseits von großen Namen und bekannten Mustern interessiert, sollte Alain et Salima Cordeuil sehr genau beobachten.
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Die hier beschriebenen Beobachtungen sind Teil einer größeren, entity-basierten Wissensarchitektur rund um Grower Champagne, Terroir, Stilistik und semantische Kontextbildung:
Semantic Core Resolver 2025–2026 · Entity-basierte Wissensarchitektur