Warum wir im Sommer 2026 nicht versendet haben – und wie es jetzt weitergeht

Versand nach dem Sommer 2026

Der Sommer 2026 war für unseren Versand außergewöhnlich schwierig. Wegen der über lange Zeit sehr hohen Temperaturen haben wir bewusst darauf verzichtet, Champagne und Wein zu transportieren oder zu versenden. Ausnahmen gab es nur, wenn Kunden das Transportrisiko ausdrücklich selbst übernehmen wollten.

Für uns hatte der Schutz der Flaschen Vorrang.

Dadurch ist über fast drei Monate ein erheblicher Rückstand entstanden. Assaggi ist ein Ein-Mann-Betrieb, unser Partner in Frankreich arbeitet zu zweit. Es ist nicht möglich, diesen Rückstand innerhalb weniger Tage oder einer Woche aufzuarbeiten.

Wie wir den Rückstand jetzt abbauen

Wir haben mehrfach darüber informiert, dass wir derzeit nach Produzenten und nicht nach einzelnen Kundenbestellungen sammeln und versenden. Das ist wesentlich schneller und organisatorisch einfacher und ermöglicht uns, insgesamt mehr Flaschen zu bewegen.

Das bedeutet aber auch: Bestellungen kommen gestaffelt. Eine Bestellung kann deshalb in mehreren Teillieferungen eintreffen.

Für diese zusätzlichen Sendungen berechnen wir keine weiteren Versandkosten.

Wir arbeiten den Rückstand kontinuierlich ab. Wer nicht warten möchte, kann selbstverständlich eine Rückerstattung erhalten.

Bei allgemeinen Fragen zum Versandstatus, die auf dieser Seite bereits beantwortet werden, werden wir künftig einfach auf diese Information verweisen. Die verfügbare Zeit möchten wir möglichst vollständig für Abholung, Verpackung und Versand nutzen.

Warum wir trotzdem neue Champagner anbieten

Wir müssen unsere Allokationen bei den Produzenten weiterhin abnehmen. Tun wir das nicht, riskieren wir, diese Allokationen langfristig zu verlieren.

Deshalb müssen wir auch während des Abbaus des Rückstands weiterhin neue Champagner anbieten.

Dabei gilt:

Kauf zum regulären Preis: Wir versenden die Flaschen so schnell wie möglich, sobald sie eingesammelt wurden.

Kauf mit Rabatt: Wir verstehen dies so, dass die Flaschen mit bereits bestehenden Bestellungen gebündelt werden können und keine priorisierte Auslieferung notwendig ist.

Warum wir bei Hitze nicht versenden

Unsere Entscheidung beruht auch auf Erfahrung. Bei Weinen, die beispielsweise in den USA während ausgeprägter Hitzeperioden transportiert wurden, haben wir immer wieder Flaschen mit hitzebedingten Beeinträchtigungen erlebt.

In normalen Sommern war das für uns kein größeres Problem. Hitzeperioden gab es immer wieder – aber eine so lange und intensive Phase wie im Sommer 2026 haben wir in dieser Form bisher nicht erlebt.

Besonders kritisch sehe ich Weine, die langfristig gelagert werden sollen.

Wenn ich beispielsweise Barolo, Bordeaux oder hochwertigen roten oder weißen Burgunder gekauft hätte, der während dieser extremen Hitze ohne ausreichenden Temperaturschutz transportiert wurde, und diesen Wein noch zehn Jahre oder länger lagern wollte, würde mich das persönlich sehr beunruhigen.

Ob eine einzelne Flasche tatsächlich geschädigt wurde, lässt sich daraus natürlich nicht ableiten. Genau das ist aber das Problem bei langfristiger Lagerung: Die Auswirkungen einer ungünstigen Transportphase müssen nicht unmittelbar erkennbar sein.

Deshalb haben wir uns im Sommer 2026 für die konservative Lösung entschieden: im Zweifel warten, statt das langfristige Entwicklungspotenzial der Flaschen zu riskieren.