Sind die besten Weine und Champagner wirklich die leckersten?

Am Ende des Jahres macht sich jeder Kritiker daran, die besten Weine und Champagner aufzulisten, die er in diesem Jahr getrunken hat. Wenn man sich den Jahresrückblick von Antonio Galloni von Vinous 2021 durchliest, hat die Liste seiner Spitzenweine einen unglaublichen Preis und ist für Normalsterbliche unerreichbar.

Drei Flaschen des 2006er Screaming Eagle Cabernet Sauvignon kosten etwa 13 000 €, der 2005er Petrus etwa 4500 € pro Flasche und der 1961er Dom Perignon Royal Wedding Magnum satte 16 500 €. es wäre wirklich faszinierend, die Gesamtkosten seiner Liste zu berechnen. 

Ian d'Agata listet 5 Flaschen auf, eine davon ist der Burgerspital 2016 Silvaner Wurburger Stein Franken, der etwa 27,00 € kostet, es gibt also Hoffnung für uns Normalsterbliche.

Ian d'Agata schreibt in Terroir sense: "Die wirklichen Favoriten, die Besten der Besten, wenn man so will, herauszufiltern, birgt das Risiko, eine Wäscheliste berühmter, schwer zu findender Namen zu unmöglichen Preisen zu erstellen: Meiner Meinung nach machen solche Listen Spaß beim Lesen und man kann ihnen dann natürlich widersprechen, aber ihr Nutzen ist zumindest fragwürdig und letztendlich nicht sehr hilfreich." Ich frage mich, ob dies eine Anspielung auf seinen alten Chef Galloni ist.

Der italienische Weinkritiker Alberto Lupetti erörtert dies ebenfalls in seiner Rezension

https://www.lamiachampagne.com/12280-de-sousa-caudalies-lo-champagne-di-piacere/

"In diesen komplizierten Tagen, in denen ich zu Hause eingesperrt bin, versuche ich, mich mit Weinliebhabern über ein weiteres Tool auszutauschen: Instagram-Feeds. Dabei ist die häufigste Frage, was ich von diesem oder jenem Champagner halte (wichtig ist, dass er Ihnen gefällt, nicht mir!), was oft in die fatale Frage "Was ist der beste Champagner?" mündet. Die Antwort ist schwierig und ich widme einen Abschnitt meines nächsten Buches Mein Champagner (das allmählich voranschreitet), aber ich denke, es ist fairer, interessanter, herauszufinden, was sind die angenehmsten Champagner ... oder? Hier, dann dieses Mal spreche ich über eine der Champagner, die ich mit größerem Vergnügen zu trinken, unter Ausnutzung der Tatsache, dass es gerade herausgekommen ist der neue Entwurf als die in Great Champagne 2020 überprüft."

Es ermüdet mich, wie viele Leute, die noch nie etwas bei mir bestellt haben, mir eine E-Mail schreiben oder mich anrufen und nach Ulysse Collin, Emanuel Brochet, Rayas fragen, um nur einige der großen Namen zu nennen. Wenn ich sie frage, ob sie schon einmal etwas bei mir bestellt haben, oder ob sie bereit sind, neben diesen Namen auch andere Champagner oder Weine zu bestellen, lautet die Antwort meist nein. Einer dieser Anrufer fragte sogar, ob einer der anderen Champagnerhersteller auf meiner Liste überhaupt gut sei.

Letztlich treiben diese Rosinenpicker und Kritiker wie Antonio Galloni mit seiner Luxusliste von Weinen die Preise für diese Weine und Champagner noch weiter in die Höhe, aber das ist eine andere Diskussion.

Ich finde die Frage, was die angenehmsten Weine und Champagner des Jahres 2021 waren, die man getrunken hat. Genussvoll wie auch der beste sind rein subjektive Begriffe, aber genussvoll ist meiner Meinung nach eher persönlich. Das Beste als Begriff kann mehrdeutig sein, wie das Beste im Sinne von Punkten oder Klassifizierung. 

Die Preisklasse der Champagner von 20 bis 30 € ist für mich äußerst interessant. Das sind vielleicht nicht die strukturiertesten Champagner, aber sie sind wirklich flexibel, man muss sie nicht überintellektualisieren, um das Geld zu rechtfertigen, das man für die Flasche ausgegeben hat, man kann sie regelmäßig trinken und man kann sie in Mengen kaufen.

Meine Favoriten in dieser Kategorie waren wahrscheinlich Champagne Aubry Brut 1er Cru und Pur Blanc de Blancs Brut Saint Pierre-les-Dames.

In der Preisklasse unter 50,00 € wird es schon schwieriger, da es eine Menge starker Konkurrenten gibt. Ich denke, ich würde vier De Sousa 3A, Marguet's Shaman 17, Bedel'S Entre Ciel et Terre und Charles Heidsieck Brut Reserve nennen. 

Über 50,00 € wird es schwieriger, da der Preis eher die Nachfrage als die Qualität widerspiegelt. Was also den reinen Hedonismus angeht, unabhängig vom Preis: Roederer's Cristal 2013, Egly Ouriet's Blanc de Noirs, Jacquesson's Ay Grand Cru Vauzelle Terme Extra Brut 2009, De Sousa's Caudalies 2008, Agrapart's Venus 2014 und Bedel's Autrefois 2005.

 

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