Oster-Newsletter

Bei meinem ersten Besuch im Burgund besuchte ich einen renommierten Caviste, der das Who is Who des Burgunds in seinem Portfolio hatte. Ich fragte ihn, wann er die Weine von Ramonets erhalten würde. Die Antwort war: Ich weiß es nicht. Die Priorität des Produzenten ist immer das Wetter und die Arbeit im Weinberg. Wenn das Wetter die Arbeit draußen nicht zulässt, liefern sie normalerweise.

Im letzten Monat haben wir ein ähnliches Erlebnis gehabt. Wir erwarteten die Weine eines Erzeugers Mitte Februar, aufgrund der unerwarteten Wärmeperiode wurde die Arbeit im Weinberg priorisiert und die Lieferung verschoben. Letzte Woche haben wir auf einen Schlag alle Zuteilungen erhalten, die wir im Laufe von vier Wochen erwartet haben.

Das Highlight ist wahrscheinlich die Neuerscheinung Bereche Reserve Brut. Ich glaube, wir sind einer der ersten außerhalb Frankreichs, die diesen Champagner erhalten haben. Unser Angebot für Newsletter-Abonnenten sind drei Flaschen für 99,50 €. Wir haben befürchtet, dass Bereche die Preise nach oben treiben will, aber wir haben nicht geahnt, wie stark die Preiserhöhungen ausfallen würden. Der Reflet d'Antan, der im Oktober/November auf den Markt kommt, wird nun zwischen 120 € und 150 € kosten. Aufgrund der Erhöhungen haben wir den La Cran nicht mitgenommen, den wir nun für ca. 90,00 € verkaufen müssten. Wenn jemand Interesse hat, wäre es wahrscheinlich möglich, einige Flaschen zu erwerben. Wir haben aber ihren Coteaux Champenois Les Monts Fournois Millésime 2017 1er cru Ludes Blanc. Ein Chardonnay, der 2019 abgefüllt wurde und auf dem Rückenetikett steht kryptisch geschrieben "Par gravité à la chèvre à deux becs." Mit etwas Recherche ist es uns gelungen, herauszufinden, was das bedeutet. Der "Chèvre à la bec" ist ein Zapfhahn mit zwei Düsen, der am Spundloch des Fasses befestigt wird, so dass der Wein ohne Pumpen und minimale Bewegung durch Rohre direkt in die Flasche gefüllt werden kann. Der Chardonnay ist zur Zeit sehr dicht und unnachgiebig. Stilistisch ähnlich wie Coche Dury, von dem wir wissen, dass Bereche ihn bewundert. Der Wein wird ein paar Jahre brauchen, um sich zu öffnen.

Letztes Jahr haben wir eine kleine Allokation der Margauxs von Chateauu Bel Air-Marquise d'Aligre erhalten.Dieses Jahr haben wir 12 Jahrgänge erhalten, die von 1969 bis 2011 reichen. Auf unserer Website gibt es eine ausführliche Beschreibung von Monsieur Boyers Herangehensweise an die Weinbereitung, die sich seit seinem ersten Jahrgang 1947 nicht verändert hat. Seine Weine sind die Antithese zu dem, was durch Parkers Einfluss aus Bordeaux geworden ist. Manche sagen, er sei der Rayas von Bordeaux, ich persönlich würde ihn mit Leuten wie Mascarello, Rinaldi oder Soldera vergleichen. Seine Weine sind duftend, frisch und komplex. Wir haben den 2011er und den 1995er zusammen probiert. Der 2011er war jung, aber sehr zugänglich, der 1995er begann, tertiäre Aromen zu entwickeln, behielt aber dennoch seine Frische. Ein Erzeuger, den jeder Weinfreak zumindest einmal probieren sollte.

Alle guten Dinge müssen zu einem Ende kommen. Der Pierre Legras Idee de Voyage 2008 war unser meistverkaufter Jahrgangschampagner, ist aber nun leider zu Ende. Legras hat nun den 2011er Idee de Voyage herausgebracht. 2011 wird von vielen als ein weniger spektakulärer Jahrgang angesehen, aber irgendwie hat Legras es geschafft, einen außergewöhnlichen Champagner zu produzieren. Die Trauben stammen aus Chouilly, der nördlichsten Grand Cru Appellation der Côtes du Blanc. Die Champagner aus Chouilly sind mineralisch geprägt, haben einen hohen Säuregehalt und können zu Beginn recht dicht sein. Der 2011er ist überraschend offen, das Aromenspektrum ist sehr zitronig mit floralen Aspekten, dies wird unterstützt von einer vermeintlich kreidigen Mineralität, schöner Säure und guter Komplexität. Trinken Sie ihn jetzt zu rohen Fischgerichten oder pochiertem Fisch mit Zitronengras oder Soßen auf Zitronenbasis oder frischem Ziegenkäse oder lagern Sie ihn ein paar Jahre und beobachten Sie, wie dieser Champagner runder und komplexer wird.

Unsere meistverkauften Champagner in diesem Jahr sind bisher Mouzon-Lerouxs L'Atavique, Nathalie Falmets Brut Champagner und Saint Pierre Les Dames Rose und Blanc de Blancs. Vom L'Atavique haben wir noch 6 Flaschen, die nächste Zuteilung wird leider erst im Herbst eintreffen. Von Falmet haben wir weitere 48 Flaschen erhalten. Nathalie Falmet ist für mich eine Erzeugerin, die weit mehr Anerkennung verdient, als sie erhält. Aus diesem Grund bieten wir 3 Flaschen Brut für außergewöhnliche 79,95 € an, damit sich Kunden mit ihr vertraut machen können. Ähnlich wie von Saint Pierre les Dames haben wir auch weitere Kontingente erhalten. Nachdem ich die Entwicklung der Champagner seit ihrem Erscheinen verfolgt habe, sind der Blanc de Blancs und der Rosé nun auf dem Weg, ausdrucksstärker zu werden, Bollinger ohne das teure Preisschild. Ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass dieser Produzent es weit bringen wird.

Ein neuer Produzent in unserem Portfolio ist Andre Tixier & Fils. Das ist ein Traditionshaus in Chigny-les-Roses in der Nähe von Ludes, der gleichen Gegend, in der auch Bereche und Hure Freres liegen. Der Sohn Julien Tixier hat vor kurzem die Nachfolge des Vaters angetreten, der zwar schöne, traditionelle Champagner herstellte, aber nicht versuchte, das volle Potential seiner Parzellen auszuschöpfen. Die Dinge ändern sich nun, das Weingut wird umweltfreundlicher und die Qualität der Champagner wird besser. Eine Reihe von Faktoren sind für uns interessant, sie verwenden sehr wenig Holz, was heute in der Champagne selten ist. Sie lagern die Champagner einige Zeit auf der Hefe, so dass die Autolyse wirklich einen Einfluss hat. Sie scheuen sich nicht, Dosage einzusetzen. Wie Peter Leim sagt, ist die Dosage wie Salz, sie definiert den Geschmack eines Champagners und ohne ausreichende Dosage kann die Maillard-Reaktion nicht stattfinden, die dem Champagner seinen Vorteil gibt. Die Produktion liegt zwischen 40000 und 60000 Flaschen pro Jahr, was bedeutet, dass wir eine große Menge bekommen können und da er relativ unbekannt ist, sind die Preise außergewöhnlich gut. Der Carte Perle und der Rose haben eine hohe Dosage und werden am besten als Aperitif-Champagner getrunken. Der Millésime 2015 und der Les Chemins d'Amis Extra Brut haben eine niedrige Dosierung und sind Champagner gastronomique, d.h. sie sind ideal für die Kombination mit Speisen.

3 Flaschen Bereche Brut Reserve 99,50 €

Coteaux Champenois Les Monts Fournois Millésime 2017 49,95 €

 Pierre Legras Idee de Voyage 2011    39,95 €                        

Je 1 Flasche Pur Blanc de Blancs von Essence de Rosé 49,50 €

3 Flaschen Champagner Brut "cuvee", Nathalie Falmet 77,95 €

Verkostungsangebot Andre Tixier & Fils 95,00 €

Je 1 Flasche Les Chemins d'Amis Extra Brut, Cuvée Rosé Brut, 

Millésime 2015 und Carte Perle

Hier finden Sie die angebotene Champagner