Echélle des Crus

Die 1911 eingeführte "Echélle des Crus" ist die offizielle Crus-Skala der Champagne, die bis zum Jahr 2010 verwendet wurde. Die Weinbaudörfer wurden nach der Qualität ihrer Trauben eingestuft. Die Einstufung basierte auf der Qualität und Beständigkeit einer Gemeinde, wobei die Art des Untergrunds, die Hangneigung und die Sonneneinstrahlung berücksichtigt wurden. Die Klassifizierung wurde entwickelt, um den Preis für die in den einzelnen Dörfern angebauten Trauben festzulegen. Ein Perzentilensystem - die Échelle des Crus - diente als anteiliges System zur Bestimmung der einzelnen Traubenpreise auf der Grundlage eines vorher festgelegten "Vollpreises". Ursprünglich war die Skala als 1-100-Punkte-Skala konzipiert, aber sie entwickelte sich weiter, und schließlich wurden die am niedrigsten bewerteten Dörfer, die einfacheren Crus, mit 80 % bis 89 % bewertet. Die Premier-Crus-Dörfer wurden mit 90% bis 99% bewertet, während die am höchsten bewerteten Dörfer, die Grands Crus, mit 100% bewertet wurden. Die Klassifizierung hat zwar keine rechtliche Bedeutung, ist aber ein interessanter Anhaltspunkt dafür, wie die Erzeuger in den Regionen die verschiedenen Gemeinden bewerten.