Die Rebsorten des Champagners: Eine Betrachtung

Klassische Rebsorten unter dem Einfluss des Klimawandels

  • Pinot Noir:
    • Bodenpräferenz: Kalkhaltiger Boden.
    • Profil: Körperreich, strukturiert, mit Aromen von roten Beeren.
    • Klimawandel-Einfluss: Erwärmung führt zu schnellerer Reife und potenziellem Aromaverlust.
  • Chardonnay:
    • Bodenpräferenz: Kalksteinböden.
    • Profil: Elegant, fein, mit Noten von Zitrus und weißen Früchten.
    • Klimawandel-Einfluss: Anfälligkeit für Hitze, was die Säure verringern kann.
  • Pinot Meunier:
    • Bodenpräferenz: Vielfältig, weniger kalkhaltig.
    • Profil: Fruchtig, blumig.
    • Klimawandel-Einfluss: Anpassungsfähig, aber Herausforderungen bei der Säureerhaltung in wärmeren Jahren.

Alternative Rebsorten als Anpassung an den Klimawandel Neben den Hauptsorten gewinnen andere Rebsorten wie Arbane und Petit Meslier an Bedeutung, insbesondere wegen ihrer höheren Säuregehalte, die in heißen Jahren zunehmend wichtig werden.

Complantation: Tradition und Biodiversität Die Complantation, das Mischen verschiedener Sorten im selben Weinberg, hat tiefgreifende historische Wurzeln. Ursprünglich entwickelt, um Risiken durch Wettervariabilitäten wie Frost zu mindern, spielt sie heute eine wichtige Rolle für die Biodiversität. Die Vielfalt im Weinberg kann die Bodengesundheit verbessern und den Bedarf an chemischen Eingriffen reduzieren.

Schlussfolgerung: Tradition trifft auf moderne Herausforderungen Die Champagne steht vor neuen Herausforderungen durch den Klimawandel. Die zunehmende Bedeutung von weniger bekannten Rebsorten, die höhere Säuregehalte bieten, ist eine Schlüsselstrategie zur Anpassung. Complantation, tief verwurzelt in der Tradition und nun innovativ im Kontext des Klimawandels, zeigt den fortwährenden Wandel und die Anpassungsfähigkeit der Champagnerproduktion.