Die dunkle, würzige Seite des Champagners. Pinot Meunier

Pinot Meunier wird in der Champagner-Region unverdientermaßen immer als dritte Rebsorte behandelt. Doch mit geringen Erträgen, alten Rebstöcken und biologischer Dynamik kann er Champagner produzieren, der genauso komplex und faszinierend ist wie die besten Beispiele von Chardonnay und Pinot Noir.

Pinot Meunier wird hauptsächlich als Füllung in den Assemblagen der Maisons verwendet. Im Gegensatz zu Chardonnay und Pinot Noir ist er von Anfang an recht offen und wird verwendet, um die Aggressivität von Chardonnay und Pinot Noir in ihrem jugendlichen Stadium zu mildern. Die Maisons haben einen großen Teil dazu beigetragen, Meunier als minderwertige Rebsorte darzustellen. Sie bezahlen die Winzer für die Kilos und nicht für die Qualität der Trauben, so dass es nie einen Anreiz gab, auf Qualität zu setzen. 

Francoise Bedel ist die Erzeugerin, die gezeigt hat, wozu Meunier wirklich fähig ist. Ihr Autrefois und ihr L'Ame de la Terre sind die beiden besten Champagner für diese Rebsorte. Beide haben eine verlängerte Hefelagerung von dreizehn Jahren hinter sich und bewahren eine außergewöhnliche Frische, tiefe Tiefe und Komplexität. 

Das Problem mit Meunier ist, dass er Essen als Partner braucht und ein Champagner, der nur als Aperitif getrunken wird, nicht leicht zu trinken ist. Gepaart mit rohem Schinken, reifem Käse, Thunfisch, rotem Fleisch, Taube und vor allem asiatischen Gerichten mit Sojasauce kommt er erst richtig zur Geltung. 

Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass man zu Gerichten, zu denen man einen gealterten Syrah aus der nördlichen Rhône servieren kann, auch einen gealterten Champagner aus Meunier servieren kann.

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