Unser Champagner- und Weinverkostungstagebuch 20.05.2021

De Sousas 3A besteht aus 50% Chardonnay aus Avize, 25% Pinot Noir aus Ay und 25% Pinot Noir aus Ambonnay. Basisjahrgang ist 2016, aber ich vermute, dass hier auch ein 15er drin sein muss. Tirage 12.07.20217 und Degorgement 16.11.2018. Dosage 5gr/l.

 

In Bezug auf Pedigree und Substanz ein Champagner auf dem gleichen Niveau wie Egly Ouriets Brut Tradition. Wo Egly auf eine längere Reifung auf der Hefe setzt, hat De Sousa diesem Champagner die minimal mögliche Reifung auf der Hefe gegeben. Das macht Sinn, denn der treibende Faktor ist der Chardonnay aus Avize mit seiner Frische und, in Ermangelung einer besseren Beschreibung, kreidigen Mineralität. Das Holz gibt diesem Champagner ein gutes Rückgrat, nicht so extrem, dass er ein ölig-wachsiges Mundgefühl bekommt, was meiner Meinung nach eher typisch für Lahertes-Champagner ist, sondern eine sehr leichte Karamellnote. Mit der Zeit tauchen rote Früchte, vor allem rote Johannisbeeren und Kakao-Aromen auf, die typisch für Ambonnay und Ay sind. Der Champagner hat eine wirklich gute Balance. Nicht unbedingt ein komplexer Champagner, es geht mehr um Kraft und Balance. Die Art von Champagner, die zu gegrilltem roten Fleisch oder reichhaltigeren Fischgerichten passen würde. 

Wenn Ihnen die Preise von Eglys zu schaffen machen, könnte dies eine echte Alternative sein. Aufgrund der Dosierung und der Substanz könnte ich mir vorstellen, dass dieser Champagner über zehn Jahre reifen könnte.

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